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Portait Gundel Neveling

Pfarrerin Gundel Neveling

29.01.10

Gottes Kraft ist in den Schwachen mächtig

Die Leiterin des ZGV Gundel Neveling geht in den Ruhestand

Mainz, 29. Januar 2010. Am Freitag wurde die Leiterin des Zentrums Gesellschaftliche Verantwortung der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) Pfarrerin Gundel Neveling in den Ruhestand verabschiedet. Neveling hatte das Zentrum seit dessen Gründung im Jahr 2002 geleitet. Ihre Nachfolge ist noch nicht entschieden. Zunächst wird der stellvertretende Leiter des Zentrums Pfarrer Thomas Posern die Geschäfte führen.

Die Stellvertreterin des Kirchenpräsidenten Oberkirchenrätin Cordelia Kopsch
verabschiedete und würdigte Neveling. Vom Kirchentag geprägt stehe Neveling für eine Kirche, die „präsent, weltoffen, erkennbar, profiliert, dialogisch, streitbar und dynamisch“ sei.
Das habe sie persönlich auch gelebt und sich in ihrem beruflichen Leben mehrfach neuen Herausforderungen und Arbeitsfeldern zugewendet. Dabei habe sie immer zeigen wollen, „was der christliche Glaube für die Gegenwart, für die Menschen und unsere Gesellschaft heute bedeutet“. Kopsch dankte Neveling dafür, dass sie mit viel Energie und Beharrlichkeit das Zentrum geleitet und mit den Mitarbeitenden Impulse und neue Ideen für die Kirche und
die Öffentlichkeit entwickelt habe.

Neveling entfaltete in ihrer Predigt den Satz des Apostels Paulus, dass Gottes Kraft in den Schwachen mächtig sei.
Unter Nevelings Leitung wurden drei ehemals selbständige Arbeitsstellen der EKHN - das Amt für Arbeit, Wirtschaft und Soziales, der Dienst auf dem Lande und die Umweltarbeit - in einem Zentrum zusammengeführt. Damit wurde auch an die Arbeit der Gossner Mission angeknüpft. Auf deren Gelände in Mainz wurde für das Zentrum ein Neubau errichtet, den die 23 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Ende 2006 beziehen konnten. Inhaltlicher Schwerpunkt Nevelings in den letzten Jahren war der Klimaschutz. Das Zentrum erstellte unter ihrer Führung eine Broschüre zum Thema Ökostrom und führte einen Klimadialog mit
amerikanischen Partnern in New York durch. Es holte die Ausstellung „Klima der
Gerechtigkeit“ der Vereinten Evangelischen Mission in die EKHN und sorgte mit anderen dafür, dass 2010 eine Fortbildung zur Projektentwicklung von Energiegenossenschaften starten kann.

Zu Person
Gundel Neveling wurde im Januar 1947 in Bad Wildungen geboren. Vor dem Abitur ging sie 1964 für ein Jahr als Austauschschülerin in die USA, dann schloss sie das Studium der evangelischen Theologie in Marburg und Tübingen an. Dort legte sie 1971 das___________________________________________________________________________________________
Fakultätsexamen ab und schloss ein Sozialpädagogisches Zusatzstudium in Hamburg an.
Das Vikariat absolvierte Neveling 1973 und 1974 in Maintal-Dörnigheim in der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck. Dort legte sie 1974 das Zweite Theologische Examen ab und wurde in Hofgeismar ordiniert. Im gleichen Jahr trat sie für zwei Jahre in das Vorbereitungsbüro der EKHN für den Kirchentag 1975 in Frankfurt ein. Nach dessen Ende wurde Neveling Gemeindepfarrerin in Neu Isenburg. 1980 übernahm sie die Leitung der Abteilung „Markt der Möglichkeiten“ in den Geschäftsstellen der Kirchentage in Hamburg und
Hannover. 1983 kehrte sie als Gemeindepfarrerin in Mühlheim a. M. in die EKHN zurück.
Von 1991 bis 1999 war Neveling Pröpstin für die Propstei Nord-Starkenburg. Von 1999 bis 2001 leitete sie die Arbeitsstelle Kirchentag 2001 in Frankfurt. Danach wurde sie von der Kirchenleitung als erste Leiterin des Zentrums Gesellschaftliche Verantwortung berufen.

Hintergrund: Das Zentrum Gesellschaftliche Verantwortung

Im Zentrum arbeiten Fachleute der EKHN zu verschiedenen gesellschaftsrelevanten Themen. Zu ihnen zählen Wirtschaft, Arbeitswelt und Soziales, Umwelt und Ländlicher Raum sowie Familienpolitik und Jugendbildung. Aufgabe des Zentrums ist es, Entwicklungen in der Gesellschaft wahrzunehmen und kritisch zu reflektieren, Kontakte zu verschiedenen gesellschaftlichen Institutionen und Gruppen zu halten dabei auch Positionen der Kirche zu
vertreten und für Benachteiligte Partei zu ergreifen. Das Zentrum arbeitet in Projekten zusammen mit Dekanaten und anderen Initiativen. Es berät die Kirchenleitung und andere Einrichtungen der EKHN thematisch.

Fotohinweis
Ein aktuelles Foto von Frau Neveling kann bis 15:30 unter 06151/405-288 oder
presse@ekhn.deUTH Rechte frei angefordert werden.
Darmstadt, 29. Januar 2010
Verantwortlich: gez. Pfarrer Stephan Krebs, Pressesprecher

 

Pressemitteilung als pdf-Datei

 

 

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