21.01.10
„In kritischen Zeiten muss die Möglichkeit zur Mitbestimmung wahrgenommen werden“
Kirchen rufen gemeinsam zu Betriebsratswahlen auf
In den letzten Tagen wurde das Unwort des Jahres 2009 „gekürt“. Es lautet „Betriebsratsverseucht“. Die Wahrnehmung von Arbeitnehmerinteressen als Seuche zu bezeichnen „sei ein sprachlicher Tiefpunkt im Umgang mit Lohnabhängigen“, so die Jury.
Gerade rechtzeitig kommt da ein Aufruf der Deutschen Bischofskonferenz und des Rats der Evangelischen Kirche in Deutschland, sich an den Betriebsratswahlen vom 01. März bis 31. Mai 2010 zu beteiligen.
Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Robert Zollitsch und die Vorsitzende des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland, Landesbischöfin Margot Käßmann dankten den Betriebsrätinnen und Betriebsräten dafür, dass sie sich für die Belange ihrer Kolleginnen und Kollegen einsetzen und große Verantwortung für die Zukunft der Unternehmen übernehmen.
Die Christliche Sozialethik bekenne sich zur betrieblichen Mitbestimmung als einem bewährten Gut der Sozialen Marktwirtschaft. „Im Rahmen der Erwerbsarbeit ist sie Ausdruck der verantworteten Freiheit des Menschen und damit auch seiner Personenwürde. Gleichzeitig soll sie in Erinnerung rufen, dass der Mensch Maßstab unternehmerischen Handelns sein muss“, so Zollitsch und Käßmann.
