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Quelle: ZGV

04.08.08

Recht auf Bildung muss für alle Kinder gelten

Mit Litfaßsäulenaktion macht das Bündnis „Erwerbslosigkeit ein Gesicht geben“ auf Kinderarmut aufmerksam

Im August fängt ein neues Schuljahr an. Für Familien bedeutet das Schulbücher, Hefte, Schulranzen, Stifte müssen gekauft werden. Aber wie, wenn man nur ein geringes Einkommen hat oder von Hartz IV leben muss?

Das Bündnis „Erwerbslosigkeit ein Gesicht geben“ in Mainz machte auf die Situation von armen Familien aufmerksam. Zusammen mit dem Darmstädter Künstler Holger Wilmesmeier bemalten die Bündnismitglieder die Litfaßsäule Emmeransstraße mit bunten Kindermotiven.

In Mainz leben 4500 Kinder in Armut. Aber nicht nur Kinder aus Arbeitslosengeld II-Familien sind betroffen. Der Sozialdezernent der Stadt Mainz Kurt Mercator weißt darauf hin, dass auch viele arbeitende Menschen Probleme haben, ihre Kinder ausreichend zu versorgen.

Bei der Stadt Mainz können gering verdienende Familien, deren Kinder in diesem Schuljahr eingeschult werden oder die 5. bzw. 7. Klasse besuchen, Gutscheine in Höhe von 50 Euro für Lernmittel beantragen. Für Mercator ist das ein Tropfen auf den heißen Stein.Das Bündnis, so Marion Schick vom Zentrum Gesellschaftliche Verantwortung der EKHN, fordert von der Bundesregierung eine Erhöhung der Regelsätze für Kinder.

 

Siehe auch Stellungnahme der Ev. Kirche in Hessen und Nassau und des Diakonisches Werkes in Hessen und Nassau zum 3. Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung.

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